Wechseljahre Symptome Blutungen

Die Wechseljahre bringen viele körperliche Veränderungen mit sich, die oft durch hormonelle Umstellungen verursacht werden. Unregelmäßige Blutungen und Zyklusbeschwerden sind häufig die ersten Anzeichen dieser Lebensphase und begleiten viele Frauen bis zur letzten Menstruation. Ähnlich wie andere Symptome der Wechseljahre, wie Schlafstörungen, Hitzewallungen oder Blasenprobleme, sind auch veränderte Blutungen in der Regel auf Schwankungen der Hormone Östrogen und Progesteron zurückzuführen. Diese Hormone spielen eine zentrale Rolle im weiblichen Zyklus und ihre Balance wird während der Wechseljahre erheblich gestört. In diesem Beitrag beleuchten wir die Ursachen und Symptome von Blutungen in den Wechseljahren, um ein besseres Verständnis für diese Veränderungen zu schaffen und Ihnen zu helfen, besser darauf vorbereitet zu sein.

Autor

Philip Schmiedhofer, MSc

Inhaltsverzeichnis

Ursachen und Symptome für Blutungen in den Wechseljahren

Unregelmäßige Blutungen und Zyklusbeschwerden sind oft die ersten Anzeichen der Wechseljahre und begleiten viele Frauen bis zur letzten Menstruation.

Verschiedene Formen von Blutungen in den Wechseljahren

Blutungen während der Wechseljahre können unberechenbar sein.

Blutungen nach Wechseljahren

Auch nach der Menopause, also ein Jahr nach der letzten Regelblutung, können vaginale Blutungen auftreten.

Ursachen und Symptome für Blutungen in den Wechseljahren

Unregelmäßige Blutungen und Zyklusbeschwerden sind oft die ersten Anzeichen der Wechseljahre und begleiten viele Frauen bis zur letzten Menstruation. Diese Veränderungen werden hauptsächlich durch hormonelle Umstellungen verursacht, ähnlich wie andere Symptome der Wechseljahre wie Schlafstörungen, Hitzewallungen oder Blasenprobleme.

Hormonelle Einflüsse auf den Zyklus

Der weibliche Zyklus wird primär durch die Hormone Östrogen und Progesteron reguliert. Östrogen fördert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, um optimale Bedingungen für ein befruchtetes Ei zu schaffen. Progesteron hingegen bewirkt, dass die Schleimhaut bei ausbleibender Befruchtung abgestoßen wird.

Während der Wechseljahre gerät das Gleichgewicht dieser Hormone durcheinander. Erst in der Postmenopause, ein Jahr nach der letzten Blutung, stabilisiert sich der Hormonhaushalt wieder. Daher sind veränderte Blutungen in den Wechseljahren meist normal und auf hormonelle Schwankungen zurückzuführen.

Veränderungen der Blutungen

Nach einer stabilen Phase des Zyklus nach der Pubertät erleben Frauen in den Wechseljahren erneut Veränderungen. Die Umstellung der Hormone, insbesondere von Östrogen und Progesteron, führt zu einem „kleinen Chaos“ im Körper, das sich in verschiedenen Blutungsmustern äußert:

Vorblutungen: 

Diese treten auf, wenn die Menstruation früher als erwartet beginnt, oft als Zeichen eines Progesteronmangels.

Nachblutungen: 

Diese sind langanhaltende Blutungen, die häufig auf einen Östrogenmangel zurückzuführen sind.

Unregelmäßige Blutungen: 

Diese bezeichnen einen gestörten Zyklus aufgrund eines Ungleichgewichts der Hormone.

Phasen der Wechseljahre und Blutungsmuster

Prämenopause: 

Typisch sind kürzere Zyklen von etwa 21 Tagen und stärkere Blutungen.

Perimenopause: 

Eisprünge werden seltener, und es kommt nur noch gelegentlich zu Blutungen, die jedoch stark sein können. Zwischen den Menstruationen liegen oft Wochen oder Monate, und die Blutungen sind meist heftig und dauern zwischen fünf und zehn Tagen. Frauen sollten stets auf unerwartete Perioden vorbereitet sein, indem sie immer Tampons oder Binden griffbereit haben.

Menopause: 

Die letzte Blutung im Leben einer Frau markiert den Beginn der Postmenopause.

Verschiedene Formen von Blutungen in den Wechseljahren

Blutungen während der Wechseljahre können unberechenbar sein. Sie können in Dauer und Stärke variieren, was bei vielen Frauen Unsicherheit auslöst. Ein besseres Verständnis der verschiedenen Blutungstypen kann jedoch helfen, diesen Veränderungen sicherer zu begegnen.

Normale Blutungstypen in den Wechseljahren

Schmierblutungen und Zwischenblutungen: 

Diese treten häufig als normale Zyklusschwankungen auf. Schmierblutungen sind bräunlich und schleimig, erscheinen oft vor oder nach der Periode. Zwischenblutungen sind hellrot, dauern länger als drei Tage und können während des Zyklus auftreten.

Längere und schwächere Blutungen: 

Diese können bis zu 14 Tage anhalten. Blutungen, die darüber hinausgehen, sollten ärztlich abgeklärt werden.

Leichte, hellrote Blutungen: 

Deuten auf einen Östrogenmangel hin, der in den Wechseljahren häufig vorkommt.

Starke Blutungen mit Klumpen: 

Diese sind vor der Menopause normal, da der Eisprung seltener wird und die Abstände zwischen den Blutungen variieren. Blutungen, die länger als 14 Tage dauern, werden als Dauerblutungen bezeichnet.

Ausbleiben der Blutung: 

Dies kann ein Vorbote der Menopause sein. Erst nach 12 Monaten ohne Blutungen spricht man von der Menopause.

Unregelmäßigkeiten vor der Menopause

Häufigere Blutungen (Polymenorrhoe): 

Der Zyklus verkürzt sich und es kann zu bräunlichen Schmierblutungen kommen, wenn der Abstand zwischen den Blutungen weniger als 25 Tage beträgt.

Seltenere Blutungen (Oligomenorrhoe): 

Der Zyklus verlängert sich, wobei der Abstand zwischen den Blutungen mehr als 35, aber weniger als 45 Tage beträgt.

Ausbleibende Blutungen (Amenorrhoe): 

Monate ohne Blutung können auftreten, gefolgt von einer Rückkehr zu regelmäßigen Zyklen.

Sehr schwache Blutungen: 

Diese können als leichte, hellrote Blutungen oder braune Schmierblutungen auftreten.

Sehr starke Blutungen (Hypermenorrhoe): 

Diese können durch verlängerte Zyklusabstände und den Aufbau von Gebärmutterschleimhaut verursacht werden. Myome, gutartige Tumoren, können ebenfalls zu starken, lang andauernden Blutungen führen.

Lange andauernde Blutungen (Menorrhagie): 

Diese Form der Zyklusstörung kann wochenlang anhalten. Eine ärztliche Abklärung ist empfehlenswert, wenn Blutungen nicht enden wollen.

Begleitbeschwerden vor den Blutungen

Einige Frauen erleben in den Wechseljahren prämenstruelle Beschwerden wie Kopfschmerzen, Brustspannen, Wassereinlagerungen und Reizbarkeit. Auch Frauen, die vorher keine Probleme mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) hatten, können darunter leiden.

Wechseljahre Symptome Blutungen

Blutungen nach Wechseljahren

Auch nach der Menopause, also ein Jahr nach der letzten Regelblutung, können vaginale Blutungen auftreten. Diese Blutungen, die auch nach drei, fünf oder mehr Jahren auftreten können, sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden, da sie ein Warnzeichen sein können.

Mögliche Ursachen für Blutungen nach der Menopause

Hormonersatztherapie (HRT):

Bei der Behandlung mit Östrogen und Gestagen kann es zu regelmäßigen Blutungen kommen, da die Hormone die Gebärmutterschleimhaut zum Aufbau anregen. Während der Einnahmepause wird die Schleimhaut abgestoßen, ähnlich wie bei der normalen Menstruation. Auch reine Östrogenpräparate können Schmierblutungen verursachen, die in der Regel unbedenklich sind.

Zervixpolypen:

Diese gutartigen Gewebewucherungen am Gebärmutterhals können vor allem nach dem Geschlechtsverkehr bluten.

Atrophische Vaginitis:

Die verringerte Hormonproduktion führt zu Scheidentrockenheit und Rissen in der Vaginalschleimhaut, die insbesondere beim oder nach dem Geschlechtsverkehr bluten können. Hier gibt es auch die Möglichkeit mit speziellen Medizinprodukten wie CANNEFF Vaginalzäpfchen mit CBD und Hyaluronsäure entgegen zu steuern. 

Endometriumkarzinom:

Gebärmutterkrebs ist häufig mit vaginalen Blutungen verbunden.

Myome:

Diese gutartigen Wucherungen in der Gebärmuttermuskulatur können heftige und schmerzhafte Blutungen verursachen.

Zervixkarzinom:

Gebärmutterhalskrebs führt oft zu spontanen Blutungen und sogenannten Kontaktblutungen, die beim oder nach dem Geschlechtsverkehr auftreten.

Ovarialkarzinom:

Eierstockkrebs ist selten, aber ebenfalls häufig mit vaginalen Blutungen verbunden.

Blutungen nach der Menopause sollten immer ärztlich untersucht werden. Obwohl sie manchmal harmlos sind und durch Stress verursacht werden können, ist eine schnelle Abklärung wichtig. Je früher eine ernsthafte Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

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Philip Schmiedhofer, MSc

Medizintechniker & Neurowissenschafter

Philip ist Geschäftsführer und Mitgründer der cannmedic GmbH. Mit einem Studium der Medizintechnik und Molekularbiologie, spezialisiert auf Neurowissenschaften und dem Fokus auf Cannabinoide, gilt er als anerkannter Experte für die Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin. Als Medizinprodukteberater leitet er den Vertrieb von cannmedic und bietet spezialisierte Beratung für medizinische Fachkreise. Seine Expertise umfasst die Entwicklung und den Vertrieb von Cannabinoid-basierten Produkten. Im Bereich Forschung beteiligt er sich an bedeutender Grundlagenforschung am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Als Mitgründer und aktueller Geschäftsführer der cannhelp GmbH, einem Vorreiter im CBD-Sektor, verfügt er über langjährige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus unterhält er ein weitreichendes Netzwerk in der Branche und berät international agierende Unternehmen im Bereich medizinischer Cannabinoide.