Welche Vaginalzäpfchen helfen bei bakteriellen Infektionen der Scheide?
Bei bakteriellen Infektionen der Scheide kommen vor allem Vaginalzäpfchen mit antibakteriellen Wirkstoffen zum Einsatz. Besonders häufig wird hierbei Metronidazol verwendet, das gezielt gegen anaerobe Bakterien wirkt, die bei einer bakteriellen Vaginose das Gleichgewicht der Vaginalflora stören. Auch Clindamycin-Zäpfchen sind eine gängige Alternative, vor allem bei Mischinfektionen. Beide Medikamente reduzieren effektiv die Keimzahl und lindern Beschwerden wie Ausfluss, Brennen oder unangenehmen Geruch. Ergänzend können milchsäurehaltige Zäpfchen eingesetzt werden, um das gestörte Scheidenmilieu nach der antibiotischen Behandlung wiederherzustellen. Der gezielte Aufbau der physiologischen Laktobazillenflora verhindert Rückfälle und stabilisiert den pH-Wert. Wichtig ist, die Zäpfchen über den gesamten empfohlenen Zeitraum anzuwenden, auch wenn die Symptome frühzeitig verschwinden, um ein Wiederaufflammen der Infektion zu vermeiden.
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Indikation |
Wirkstofftyp |
Beispielpräparate |
Behandlungsdauer |
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Bakterielle Infektion |
Antibiotikum (z. B. Metronidazol) |
Arilin®, Clindamycin AL® |
5–7 Tage |
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Pilzinfektion |
Antimykotikum (z. B. Clotrimazol) |
Canesten®, Gyno-Pevaryl® |
1–3 Tage |
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Gestörte Scheidenflora |
Milchsäure, Probiotika |
Vagisan® Milchsäure, Gynophilus® |
7–14 Tage |
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Schleimhautpflege/Regeneration |
Hyaluronsäure + CBD |
7–14 Tage (kurweise) |

Was leisten Zäpfchen mit Milchsäure bei einer gestörten Scheidenflora?
Zäpfchen mit Milchsäure oder laktobazillären Kulturen spielen eine entscheidende Rolle bei der Regeneration einer gestörten Scheidenflora. Sie wirken nicht primär gegen Krankheitserreger, sondern schaffen die Voraussetzungen für eine gesunde vaginale Mikrobiota. Milchsäure senkt den pH-Wert der Scheide und schafft ein saures Milieu, das das Wachstum nützlicher Laktobazillen fördert und gleichzeitig pathogene Keime unterdrückt. Bei Frauen, deren Vaginalflora durch Antibiotika, hormonelle Schwankungen oder mechanische Reize gestört ist, können Milchsäurezäpfchen helfen, die natürliche Schutzbarriere der Schleimhaut wieder aufzubauen. Besonders bei wiederkehrender bakterieller Vaginose, aber auch nach Pilzinfektionen oder in den Wechseljahren, ist die Anwendung eine sinnvolle präventive Maßnahme.
Wann sollte man Vaginalzäpfchen anwenden – morgens oder abends?
Vaginalzäpfchen sollten in der Regel abends vor dem Schlafengehen angewendet werden. Diese Empfehlung ergibt sich aus der Körperlage: Im Liegen verbleibt das Zäpfchen länger in der Scheide, kann sich vollständig auflösen und die Wirkstoffe gleichmäßig verteilen. Wird das Zäpfchen hingegen morgens oder tagsüber eingeführt, besteht durch aufrechtes Gehen oder Bewegung die Gefahr, dass die Substanz vorzeitig austritt und die Wirkung beeinträchtigt wird. Darüber hinaus lässt sich der nächtliche Scheidenausfluss durch eine einfache Slipeinlage hygienisch auffangen. Bei bestimmten Präparaten kann auch eine zweimal tägliche Anwendung empfohlen sein – die exakte Anwendung sollte stets nach Beipackzettel oder ärztlicher Empfehlung erfolgen.
Wie unterscheiden sich Zäpfchen bei Pilzinfektionen von denen bei Bakterien?
Zäpfchen bei Pilzinfektionen enthalten Antimykotika, die gezielt gegen Hefepilze wie Candida albicans wirken. Gängige Wirkstoffe sind Clotrimazol, Miconazol oder Nystatin. Diese Medikamente wirken fungizid, also pilztötend, und lindern typischerweise den begleitenden Juckreiz und das Brennen bereits nach wenigen Anwendungen. Bei bakteriellen Infektionen hingegen kommen antibiotisch wirksame Vaginalzäpfchen zum Einsatz, etwa mit Metronidazol oder Clindamycin, die vor allem gegen anaerobe Bakterien wirken. Während Antimykotika meist lokal begrenzt wirken, haben manche Antibiotika auch eine systemische Komponente. Zudem unterscheiden sich auch die Anwendungsdauer und der pH-Wert des Scheidenmilieus, den die Präparate beeinflussen. Um die richtige Therapieform zu wählen, ist eine mikrobiologische Abklärung durch den Gynäkologen empfehlenswert.

Können CANNEFF® Vaginalzäpfchen mit CBD und Hyaluronsäure die Heilung fördern?
CANNEFF® Vaginalzäpfchen enthalten eine einzigartige Kombination aus CBD (Cannabidiol) und Hyaluronsäure, die insbesondere bei entzündlichen und irritativen Zuständen der Vaginalschleimhaut eine pflegende und heilungsfördernde Wirkung entfalten. CANNEFF® wirkt entzündungshemmend, beruhigend und antioxidativ. CANNEFF® sorgt für intensive Feuchtigkeitsversorgung und die Regeneration des vaginalen Epithels. Diese Eigenschaften machen CANNEFF® besonders wertvoll in der Nachsorge von Kolpitis, bei Scheidentrockenheit, Schleimhautrissen oder hormonell bedingten Veränderungen, etwa in den Wechseljahren. Die Anwendung eignet sich auch begleitend zu einer antibiotischen oder antimykotischen Behandlung, um die Schleimhautbarriere zu stärken und die Beschwerden nachhaltig zu lindern.
Wie lange dauert eine Therapie mit Vaginalzäpfchen?
Die Therapiedauer mit Vaginalzäpfchen hängt vom Wirkstoff und dem Schweregrad der Infektion ab. Akute Pilzinfektionen können mit Clotrimazol-Präparaten oft schon innerhalb von 1 bis 3 Tagen behandelt werden. Bakterielle Infektionen hingegen benötigen eine längere Anwendungszeit, meist 5 bis 7 Tage, abhängig vom Präparat. Milchsäurekuren oder pflegende Zäpfchen wie CANNEFF® werden häufig über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen empfohlen, können aber bei Bedarf auch kurweise über mehrere Wochen angewendet werden. Entscheidend ist, die Therapie nicht vorzeitig abzubrechen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind, um Rückfälle zu vermeiden.
Welche Nebenwirkungen können bei Zäpfchen auftreten?
Vaginalzäpfchen gelten als gut verträgliche Darreichungsform, da die Wirkstoffe lokal begrenzt und direkt an der betroffenen Stelle wirken. Dennoch können in Einzelfällen Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen lokale Reizungen, Brennen, Juckreiz oder ein verstärktes Ausflussgefühl unmittelbar nach dem Einführen. Manche Frauen berichten auch über eine leichte Unverträglichkeit gegenüber Konservierungsstoffen oder Trägerölen in den Präparaten. Bei allergischen Reaktionen oder anhaltenden Beschwerden sollte die Anwendung unterbrochen und ärztlicher Rat eingeholt werden. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu vaginale Pilzüberwucherung nach Antibiotikazäpfchen kommen, was eine gezielte Folgebehandlung notwendig macht.
Was sollte man bei der Anwendung von Scheidenzäpfchen beachten?
Die korrekte Anwendung von Vaginalzäpfchen ist entscheidend für den Therapieerfolg. Das Zäpfchen sollte möglichst tief in die Scheide eingeführt werden, idealerweise im Liegen und mit sauber gewaschenen Händen. Direkt nach dem Einführen empfiehlt sich mindestens 30 Minuten Ruhe, besser jedoch die Anwendung vor dem Schlafengehen. Während der Behandlung sollten Tampons vermieden und stattdessen Slipeinlagen verwendet werden, um auslaufende Wirkstoffe hygienisch aufzufangen. Intimspülungen, Seifen und parfümierte Produkte sind in dieser Phase zu meiden, da sie das Scheidenmilieu zusätzlich belasten können. Bei sexueller Aktivität ist je nach Wirkstoff auf eine temporäre Pause zu achten oder auf Verhütungsmethoden mit Latex zu verzichten, da bestimmte Präparate die Reißfestigkeit von Kondomen beeinträchtigen können.

Welche rezeptfreien Zäpfchen sind bei Scheidenentzündung sinnvoll?
Rezeptfreie Zäpfchen können bei leichten bis mittelschweren Beschwerden eine erste, niedrigschwellige Maßnahme darstellen. Bei Pilzinfektionen sind Clotrimazol-haltige Präparate die am häufigsten eingesetzten Mittel und in Apotheken frei erhältlich. Zur Milieu-Regeneration bieten sich Milchsäurezäpfchen oder probiotische Präparate an, die ebenfalls rezeptfrei erhältlich sind. Pflanzliche Zäpfchen wie CANNEFF® mit CBD und Hyaluronsäure eignen sich zur Schleimhautpflege, Entzündungsreduktion und Feuchtigkeitsversorgung – ideal bei Reizungen oder hormonell bedingter Kolpitis. Wichtig bleibt jedoch: Wenn die Symptome nicht innerhalb weniger Tage abklingen oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Abklärung unverzichtbar.
Wie hilft Hyaluronsäure in Zäpfchen bei Scheidentrockenheit und Entzündung?
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und Schleimhäute und besitzt ein außergewöhnliches Wasserbindungsvermögen. In Vaginalzäpfchen angewendet, wirkt sie feuchtigkeitsspendend, regenerierend und stärkt die Barrierefunktion der Schleimhaut. Besonders bei Scheidentrockenheit, wie sie häufig in den Wechseljahren oder nach Antibiotikatherapien auftritt, kann Hyaluronsäure die Schleimhaut beruhigen, Mikroverletzungen schneller abheilen lassen und die körpereigene Schutzfunktion wiederherstellen. In Kombination mit anderen Wirkstoffen – wie etwa CBD in CANNEFF® – kann die Wirkung sogar noch verstärkt werden. Diese synergistische Kombination fördert sowohl die Regeneration als auch den antientzündlichen Schutz der Vaginalflora.