Warum bekommen Frauen häufiger Hämorrhoiden als Männer?
Hämorrhoiden sind ein weit verbreitetes Problem, doch Frauen sind besonders betroffen. Studien zeigen, dass hormonelle Einflüsse, Schwangerschaft, Geburt und anatomische Unterschiede das Risiko für Hämorrhoiden bei Frauen erhöhen. Zudem neigen Frauen häufiger zu Verstopfung, die als Hauptauslöser für das Leiden gilt.
Die häufigsten Ursachen für Hämorrhoiden und für eine erhöhte Hämorrhoiden-Anfälligkeit bei Frauen sind:
Faktor |
Auswirkung auf Hämorrhoiden |
Hormonelle Schwankungen |
Beeinflussen die Gefäßwände und die Darmtätigkeit |
Schwangerschaft |
Erhöhter Druck auf das Becken und veränderte Darmtätigkeit |
Geburt |
Presswehen belasten den Enddarm und die Hämorrhoidalgefäße |
Verhütungsmittel (Pille) |
Können die Durchblutung verändern und zu Verstopfung führen |
Ernährung |
Frauen ernähren sich oft ballaststoffärmer als Männer |
Stress & Lebensstil |
Emotionale Belastungen können die Verdauung stören |
Diese Faktoren können dazu führen, dass Frauen bereits in jungen Jahren Hämorrhoiden entwickeln oder dass sich bestehende Hämorrhoiden-Beschwerden im Laufe des Lebens verschlimmern. Informieren Sie sich hier auch näher zu den Stadien eines Hämorrhoidalleidens.
Wie beeinflussen hormonelle Schwankungen die Entstehung von Hämorrhoiden?
Hormone wie Östrogen und Progesteron haben einen direkten Einfluss auf die Durchblutung und die Festigkeit des Bindegewebes. Während des Menstruationszyklus kann es zu einer Wechselwirkung zwischen Hormonen und Darmtätigkeit kommen. In der zweiten Zyklushälfte führt ein erhöhter Progesteronspiegel oft zu einer verlangsamten Verdauung und damit zu Verstopfung – ein Risikofaktor für Hämorrhoiden. Auch während der Schwangerschaft, nach der Geburt und in den Wechseljahren verändern hormonelle Schwankungen die Elastizität der Gefäßwände, was das Risiko für vergrößerte Hämorrhoiden erhöht.
Können die Wechseljahre das Risiko für Hämorrhoiden erhöhen?
Ja, denn während der Menopause sinkt der Östrogenspiegel, was das Bindegewebe schwächt und die Blutzirkulation im Beckenbereich verschlechtert. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Hämorrhoiden. Zudem führt der hormonelle Umbruch oft zu Verdauungsstörungen, insbesondere zu Verstopfung. Zur Vorbeugung von Hämorrhoiden sollten Frauen in den Wechseljahren besonders auf eine ballaststoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
Ein frühzeitiger Arztbesuch und Beginn der Behandlung von Hämorrhoiden hilft, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. CANNEFF® SUP Zäpfchen bieten eine pflanzliche Unterstützung zur Schmerzlinderung und Regeneration mit der einzigartigen Wirkstoffkombination von CBD und Hyaluronsäure.
Warum sind Hämorrhoiden in der Schwangerschaft so häufig?
Während der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen im Körper stark zu, wodurch die Gefäße, einschließlich der Hämorrhoidalpolster, stärker belastet werden. Der wachsende Uterus drückt auf den Enddarm, was den venösen Rückfluss erschwert. Hinzu kommt die hormonell bedingte verlangsamte Darmtätigkeit, die häufig zu Verstopfung führt – einer der Hauptauslöser von Hämorrhoiden. Viele Schwangere erleben Hämorrhoiden-Symptome besonders im dritten Trimester oder nach der Geburt. Um dem vorzubeugen, sind sanfte Bewegung, ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr essentiell. Lesen Sie auch hier mehr im Blogpost zu Hämorrhoiden vorbeugen in der Schwangerschaft.
Wie wirkt sich eine Geburt auf die Entwicklung von Hämorrhoiden aus?
Die Geburt ist eine enorme Belastung für den Beckenboden und die venösen Gefäße im Analbereich. Besonders während der Presswehen entsteht ein hoher Druck, der bestehende Hämorrhoiden verstärken oder neue verursachen kann. Nach der Geburt treten Hämorrhoiden oft verstärkt auf, können sich jedoch mit der richtigen Pflege – etwa durch kühlende Sitzbäder und entzündungshemmende Salben– innerhalb weniger Wochen zurückbilden.
Können Verhütungsmittel wie die Pille Hämorrhoiden begünstigen?
Ja, insbesondere hormonelle Verhütungsmittel wie Antibabypille oder Hormonspirale können die Durchblutung beeinflussen. Östrogen und Gestagene fördern in manchen Fällen eine Blutstauung im Beckenbereich, was das Risiko für Hämorrhoiden erhöht. Zudem kann die Pille als Nebenwirkung Verstopfung verursachen. Frauen, die bereits unter Hämorrhoiden leiden, sollten mit ihrem Arzt über alternative Verhütungsmethoden sprechen.
Welche Rolle spielt eine ballaststoffarme Ernährung bei Frauen?
Ballaststoffe sind essentiell für eine gesunde Verdauung. Eine zu geringe Aufnahme kann zu harten Stühlen und Verstopfung führen – beides Hauptauslöser für Hämorrhoiden. Viele Frauen ernähren sich jedoch kalorienbewusster und meiden dabei oft ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Nüsse.
Eine ausreichende Ballaststoffzufuhr kann durch folgende Lebensmittel sichergestellt werden:
Ballaststoffreiche Lebensmittel |
Ballaststoffe pro 100 g |
Haferflocken |
10 g |
Leinsamen |
27 g |
Linsen |
8 g |
Vollkornbrot |
6 g |
Äpfel |
2,5 g |
Zudem sollte täglich mindestens 2 Liter Wasser getrunken werden, um die Darmtätigkeit zu unterstützen. Lesen Sie auch hier mehr über die zentrale Rolle der Ernährung zur Vorbeugung von Hämorrhoiden.
Ist das Tragen hoher Absätze ein Risikofaktor für Hämorrhoiden?
Direkt begünstigen hohe Absätze keine Hämorrhoiden, doch sie können eine ungünstige Körperhaltung verursachen. Das Hohlkreuz, das durch das Tragen von High Heels entsteht, kann den Druck im Beckenbereich erhöhen, was sich negativ auf die Hämorrhoidalvenen auswirken kann. Frauen, die regelmäßig hohe Absätze tragen, sollten auf einen regelmäßigen Wechsel zwischen flachen und hohen Schuhen achten.
Wie beeinflusst Stress bei Frauen die Entstehung von Hämorrhoiden?
Stress kann die Darmtätigkeit hemmen oder überaktivieren. Manche Frauen reagieren mit Verstopfung, andere mit Durchfall – beides kann Hämorrhoiden begünstigen. Zudem führt chronischer Stress zu einer höheren Muskelanspannung im Beckenbereich, was den venösen Abfluss weiter erschwert. Entspannungstechniken wie Yoga, Atemübungen oder autogenes Training können helfen, den Körper zu entlasten und Hämorrhoiden vorzubeugen. Lesen Sie hierzu mehr im Blogpost zu Hämorrhoiden Psyche.
Welche Maßnahmen können Frauen gezielt zur Vorbeugung ergreifen?
Frauen können ihr Hämorrhoiden-Risiko durch einfache Maßnahmen deutlich reduzieren:
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Ballaststoffreiche Ernährung
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Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter täglich)
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Regelmäßige Bewegung und Beckenbodentraining.
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Toilettenhygiene ohne übermäßiges Pressen
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Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Tätigkeiten
Besonders wichtig ist eine frühzeitige Behandlung, um das Fortschreiten der Hämorrhoiden-Beschwerden zu verhindern. Hämorrhoiden sind bei Frauen häufiger als bei Männern, da hormonelle, anatomische und lebensstilbedingte Faktoren eine Rolle spielen. Wer auf eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und sanfte Toilettengewohnheiten achtet, kann das Risiko jedoch deutlich reduzieren. Lesen Sie hierzu mehr im Blogpost rund um alle Maßnahmen zur Vorbeugung von Hämorrhoiden. Neben Ernährung spielt auch regelmäßige Bewegung eine zentrale Rolle in der Prävention. Lesen Sie mehr zu Übungen zur Vorbeugung von Hämorrhoiden.