Blut – Ist eine Analfissur die Ursache?
Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, von harmlosen Reizungen bis hin zu ernsten Erkrankungen. Eine der häufigsten Ursachen für frisches, hellrotes Blut auf dem Toilettenpapier oder dem Stuhl ist eine Analfissur – ein kleiner, schmerzhafter Einriss der Analschleimhaut.
Typischerweise tritt die Blutung direkt nach dem Stuhlgang auf und ist eher gering. Patienten berichten häufig über einen scharfen oder brennenden Schmerz, der mit dem Stuhlgang beginnt und einige Zeit danach anhalten kann.
Allerdings ist nicht jede Blutung im Stuhl auf eine Analfissur zurückzuführen. Hämorrhoiden, Entzündungen oder schwerwiegende Erkrankungen wie Darmkrebs können ebenfalls Blutungen verursachen. Deshalb ist es wichtig, die genaue Ursache zu ermitteln.
Wie erkennt man Blutungen durch eine Analfissur?
Blutungen durch eine Analfissur haben einige charakteristische Merkmale:
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Hellrote Blutspuren am Toilettenpapier oder als feiner Streifen auf dem Stuhl
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Geringe Mengen an Blut, nicht mit Stuhl vermischt
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Schmerzen während oder nach dem Stuhlgang, meist stechend oder brennend
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Keine Blutklumpen oder Schleimbeimengungen
Die Blutung tritt vor allem dann auf, wenn der Riss durch harten Stuhl erneut gereizt wird. Falls das Blut dunkler oder mit Schleim vermischt ist, liegt möglicherweise eine andere Ursache vor (z. B. eine Entzündung oder eine chronische Darmerkrankung).
Helle vs. dunkle Blutungen: Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Ein Arztbesuch bei Analfissur ist ratsam, wenn die Blutung länger als 10–14 Tage anhält oder mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Gewichtsverlust oder Fieber einhergeht. Lesen Sie hier auch mehr zu den Symptomen einer Analfissur.
Die Farbe des Blutes kann ein wichtiger Hinweis auf die Ursache der Analfissur sein:
Blutungsfarbe |
Mögliche Ursache |
Dringlichkeit |
Hellrot, frisch |
Analfissur, Hämorrhoiden, leichte Reizungen |
Meist harmlos, kann aber chronisch werden |
Dunkelrot |
Entzündungen, Infektionen, Polypen |
Ärztliche Abklärung empfohlen |
Schwarz (Teerstuhl) |
Blutung im oberen Verdauungstrakt (Magen, Dünndarm) |
Sofortige ärztliche Untersuchung erforderlich |
Blut mit Schleim |
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) |
Fachärztliche Abklärung notwendig |
Blut auf dem Toilettenpapier – Harmlos oder ernstes Symptom?
Frische Blutspuren auf dem Toilettenpapier sind meist harmlos und können durch leichte Reizungen oder kleine Einrisse in der Schleimhaut entstehen. Doch wenn die Blutung regelmäßig auftritt oder mit Schmerzen, Juckreiz oder Schwellungen einhergeht, könnte eine Analfissur oder eine andere Erkrankung dahinterstecken.
Besonders wiederkehrende Blutungen sollten nicht ignoriert werden. Eine ärztliche Untersuchung kann klären, ob eine Analfissur, Hämorrhoiden oder eine andere Erkrankung die Ursache ist. Lesen Sie hier auch mehr zur Ursache von Analfissuren.
Analfissur oder Hämorrhoiden? Unterschiede bei Blutungen
Analfissuren und Hämorrhoiden sind zwei häufige Ursachen für Blutungen, aber sie unterscheiden sich in wichtigen Punkten:
Merkmal |
Analfissur |
Hämorrhoiden |
Schmerzen |
Stark, stechend, vor allem beim Stuhlgang |
Meist kein Schmerz, höchstens Druckgefühl |
Blutungsfarbe |
Hellrot, geringe Menge, meist nach Stuhlgang |
Hellrot, oft tropfend oder im Toilettenwasser sichtbar |
Zusätzliche Symptome |
Knotenbildung, evtl. Fremdkörpergefühl |
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Lokalisation |
Meist hinten oder vorn im Analkanal |
Innen oder außen am Afterrand |
Behandlung |
Salben, Sitzbäder, Zäpfchen (z. B. CANNEFF® SUP) |
Sklerosierung, Gummibandligatur oder OP bei starken Beschwerden |
Warum blutet eine Analfissur? Ursachen und Mechanismen
Eine Analfissur blutet, weil die Schleimhaut im Analbereich sehr empfindlich und stark durchblutet ist. Durch harten oder voluminösen Stuhl kommt es zu feinen Rissen, die beim nächsten Stuhlgang wieder aufbrechen. Ein weiterer Faktor ist der erhöhte Muskeltonus des Schließmuskels, der den Riss offen hält und die Durchblutung verschlechtert. Hier kann CANNEFF® SUP mit CBD und Hyaluronsäure helfen, da es die Muskelspannung reduzieren und die Heilung unterstützen kann.
Behandlung von Analfissur-Blutungen – Was hilft wirklich?
CANNEFF® SUP kann die Heilung unterstützen, da es entzündungshemmend, feuchtigkeitsspendend und regenerationsfördernd wirkt. Die Behandlung der Analfissur richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad:
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Akute Analfissuren: Sitzbäder, weicher Stuhl, Wundheilungscremes, ggf. Zäpfchen wie CANNEFF® SUP. Lesen Sie hier auch mehr zur Anwendung von Zäpfchen zur Behandlung einer Analfissur.
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Chronische Analfissuren: Spezielle Salben (Nitroglycerin, Calciumkanalblocker), Botulinumtoxin oder operative Maßnahmen
Welche Hausmittel stoppen Blutungen bei Analfissuren?
Hausmittel können eine wertvolle Ergänzung zur medizinischen Behandlung von Analfissuren sein, insbesondere wenn es darum geht, leichte Blutungen zu stoppen und den Heilungsprozess zu unterstützen. Allerdings ersetzen sie keine professionelle Therapie, wenn die Blutung stark oder wiederkehrend ist.
Wirksame Hausmittel bei blutenden Analfissuren
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Sitzbäder mit entzündungshemmenden Zusätzen
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Aloe Vera-Gel
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Kokosöl oder Olivenöl
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Ernährungsumstellung für weichen Stuhl
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Natürliche Wundheilung mit Honig
Hausmittel zur Behandlung einer Analfissur können besonders im Anfangsstadium einer Analfissur helfen. Wenn die Blutungen jedoch über mehrere Wochen anhalten oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. In solchen Fällen können CANNEFF® SUP Zäpfchen eine sinnvolle Ergänzung sein, da sie die Schleimhaut schützen und die Wundheilung fördern. Lesen Sie hier auch mehr zu Zäpfchen zur Behandlung einer Analfissur.
Blutungen durch Analfissur: Wann ist eine OP nötig?
Eine Operation sollte immer erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind und keine Besserung eintritt. In der Regel heilen akute Analfissuren mit der richtigen Therapie innerhalb von 6 Wochen ab. Chronische Fissuren, die über 8 Wochen bestehen oder immer wieder aufbrechen, benötigen hingegen oft eine invasive Behandlung.
Indikationen für eine Operation bei blutender Analfissur
Eine Analfissur-OP wird notwendig, wenn:
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Die Blutungen stark sind und trotz Behandlung nicht nachlassen.
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Die Fissur chronisch ist (länger als 8 Wochen besteht).
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Schwere Schmerzen den Alltag stark beeinträchtigen.
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Begleitkomplikationen auftreten, z. B. Analfisteln, Analabszesse oder Vernarbungen.
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Ein ständiger Muskelkrampf des Schließmuskels die Heilung verhindert (Sphinkterhypertonus).
Welche OP-Verfahren gibt es?
Fissurektomie (Ausschneiden der Fissur): Die vernarbte oder entzündete Fissur wird chirurgisch entfernt, um die Wundheilung neu zu starten. Meist bleibt die Wunde offen und heilt von selbst. Heilungsdauer: 4–6 Wochen.
Laterale Sphinkterotomie: Ein kleiner Schnitt im inneren Schließmuskel, um den Muskeltonus zu senken. Verbessert die Durchblutung und erleichtert die Heilung. Risiko: Selten kann es zu einer leichten Stuhlinkontinenz kommen.
Flap-Plastik (Verschiebelappenplastik): Die Fissur wird entfernt und mit gesunder Schleimhaut abgedeckt. Wird bei sehr hartnäckigen Fissuren eingesetzt.
Bei leichten bis mittelschweren Blutungen lohnt es sich, vor einer Analfissur-OP konservative Therapien mit Salben oder Zäpfchen (z. B. CANNEFF® SUP) zu testen, da sie die Regeneration der Schleimhaut fördern. Wenn jedoch monatelange Beschwerden einer Analfissur bestehen oder Blutverlust zu Anämie führt, ist eine Operation ratsam.
Wie lange dauert die Heilung von blutenden Analfissuren?
Die Heilungsdauer hängt davon ab, ob die Analfissur akut oder chronisch ist und welche Behandlungsmethoden angewendet werden.
Fissur-Typ |
Heilungsdauer |
Behandlung |
Akute Analfissur (unter 6 Wochen) |
2–6 Wochen |
Sitzbäder, Ernährungsumstellung, Zäpfchen (z. B. CANNEFF® SUP) |
Chronische Analfissur (länger als 8 Wochen) |
6–12 Wochen oder länger |
Spezielle Salben (Nitroglycerin, Diltiazem), Botox-Injektionen, OP |
Nach einer OP |
4–8 Wochen |
Schmerztherapie, Stuhlregulierung, Wundheilungsförderung |
Faktoren, die die Heilung verzögern können
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Harter Stuhlgang: Fissur reißt immer wieder auf → Ballaststoffe & Stuhlweichmacher wichtig.
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Sphinkterkrampf: Muskelverspannung hält die Wunde offen → CANNEFF® SUP kann helfen, die Muskulatur zu entspannen.
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Infektionen: Bakterielle Besiedlung kann die Heilung verlangsamen → Gute Hygiene & Sitzbäder erforderlich.
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Chronische Darmerkrankungen: Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können die Schleimhaut anfälliger machen.
Ein konsequentes Behandlungsregime mit weichem Stuhl, entzündungshemmenden Maßnahmen und einer sanften Analhygiene kann die Heilung einer Analfissur beschleunigen. Informieren Sie sich hier auch rund um die Vorbeugung einer Analfissur.