Scheidentrockenheit vorbeugen Ernährung

Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit der Vaginalschleimhaut und somit bei der Vorbeugung und Behandlung von Scheidentrockenheit. Nährstoffreiche Lebensmittel, insbesondere solche mit Vitaminen A, D, E sowie Omega-3-Fettsäuren und Phytoöstrogenen, fördern die Elastizität und Feuchtigkeit der Schleimhäute. Gleichzeitig können ungünstige Ernährungsgewohnheiten – etwa ein hoher Zuckerkonsum, Weißmehlprodukte oder übermäßiger Alkohol – das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen und Trockenheit begünstigen. Eine gezielte Ernährung mit fermentierten Lebensmitteln, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und entzündungshemmenden Komponenten kann die vaginale Gesundheit unterstützen und Beschwerden effektiv lindern. Auch in den Wechseljahren oder bei hormonellen Schwankungen ist eine bewusste Ernährung ein wirkungsvolles Mittel zur Stabilisierung der Scheidenflora. In Kombination mit lokal wirkenden Präparaten wie CANNEFF® CBD Vaginalzäpfchen lässt sich die Feuchtigkeitsbalance im Intimbereich nachhaltig verbessern.
Philip Schmiedhofer, MSc

Autor

Philip Schmiedhofer, MSc

Inhaltsverzeichnis

Wie beeinflusst die Ernährung die Scheidenfeuchtigkeit?

Die Ernährung hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit der Vaginalschleimhaut und somit auf die Scheidenfeuchtigkeit.

Welche Lebensmittel fördern ein gesundes Scheidenmilieu?

Bestimmte Lebensmittel tragen aktiv dazu bei, das Scheidenmilieu gesund zu halten, indem sie die Schleimhäute mit wichtigen Nährstoffen versorgen, das hormonelle Gleichgewicht unterstützen und die vaginale Flora stärken.

Können Omega-3-Fettsäuren Scheidentrockenheit lindern?

Ja, Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, die Beschwerden bei Scheidentrockenheit zu lindern.

Welche Rolle spielt die Flüssigkeitszufuhr bei vaginaler Trockenheit?

Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von vaginaler Trockenheit.

Wie wirken sich Zucker und Weißmehl auf die Vaginalschleimhaut aus?

Ein übermäßiger Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Weißmehlprodukten kann sich negativ auf die Vaginalschleimhaut und das Scheidenmilieu auswirken.

Können bestimmte Vitamine gegen Scheidentrockenheit helfen?

Ja, bestimmte Vitamine können nachweislich zur Linderung von Scheidentrockenheit beitragen, indem sie die Schleimhautregeneration fördern, antioxidativ wirken oder das hormonelle Gleichgewicht positiv beeinflussen.

Welche Ernährung ist empfehlenswert in den Wechseljahren bei Trockenheit?

In den Wechseljahren ist eine ausgewogene, entzündungshemmende und hormonfreundliche Ernährung besonders wichtig, um Scheidentrockenheit vorzubeugen oder zu lindern.

Ist eine basenüberschüssige Ernährung hilfreich bei vaginaler Trockenheit?

Ja, eine basenüberschüssige Ernährung kann unterstützend bei Scheidentrockenheit wirken, da sie zur Reduktion von chronischen Entzündungen, zur Stabilisierung des pH-Wertes im Körper sowie zur besseren Versorgung der Schleimhäute beiträgt.

Welche probiotischen Lebensmittel unterstützen die Scheidenflora?

Probiotische Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit – und indirekt auch für die Scheidenflora.

Welche Ernährungsfehler begünstigen eine trockene Scheide?

Ernährungsfehler können die Scheidenfeuchtigkeit erheblich beeinflussen, da sie sich auf den Hormonhaushalt, das Immunsystem und die Zusammensetzung der Vaginalflora auswirken.

Wie beeinflusst die Ernährung die Scheidenfeuchtigkeit?

Die Ernährung hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit der Vaginalschleimhaut und somit auf die Scheidenfeuchtigkeit. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Kost unterstützt nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern trägt auch wesentlich zur Stabilität der hormonellen Balance und zur Funktion der Schleimhäute bei. Besonders wichtig ist die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren, die die Schleimhäute mit Feuchtigkeit versorgen und die Zellregeneration fördern.

Scheidentrockenheit vorbeugen Ernährung Tipps

Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie z. B. Vitamin E, Vitamin A, Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren, kann hingegen dazu führen, dass die Schleimhaut trockener wird und anfälliger für Reizungen, Risse und Entzündungen ist. Auch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann sich negativ auf die vaginale Feuchtigkeit auswirken, da die Schleimhäute auf eine ausreichende Hydrierung angewiesen sind, um elastisch und gut durchfeuchtet zu bleiben. Gleichzeitig können ein übermäßiger Konsum von Zucker, Alkohol und stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie ein gestörter Blutzuckerspiegel die Zusammensetzung der Scheidenflora beeinträchtigen und das Risiko für Scheidentrockenheit und Infektionen erhöhen.

Die Ernährung beeinflusst außerdem indirekt die Hormonproduktion – insbesondere in den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel abnimmt. Eine ernährungsbedingte Unterstützung des Hormonhaushalts durch Phytoöstrogene (z. B. in Soja, Leinsamen oder Hülsenfrüchten) kann helfen, dem hormonell bedingten Rückgang der Scheidenfeuchtigkeit entgegenzuwirken.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über förderliche und hinderliche Ernährungseinflüsse auf die Scheidenfeuchtigkeit:

Ernährungseinfluss

Wirkung auf die Scheidenfeuchtigkeit

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Fördert die Durchfeuchtung der Schleimhäute

Omega-3-Fettsäuren (z. B. Leinöl, Fisch)

Stärken die Zellmembranen und Schleimhautstruktur

Vitamin A, E und D

Unterstützen die Schleimhautregeneration

Phytoöstrogene (z. B. Soja, Leinsamen)

Unterstützen den Hormonhaushalt in den Wechseljahren

Zuckerreiche und stark verarbeitete Kost

Stört die Scheidenflora und kann Trockenheit begünstigen

Übermäßiger Alkohol- oder Koffeinkonsum

Kann zu Austrocknung der Schleimhäute führen

Eine gezielte Ernährung kann somit ein wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Behandlung und Vorbeugung von Scheidentrockenheit sein. Für viele Frauen bedeutet das eine sanfte Möglichkeit, die Vaginalgesundheit zu stabilisieren – besonders in sensiblen Lebensphasen wie der Menopause oder nach einer Geburt.

Welche Lebensmittel fördern ein gesundes Scheidenmilieu?

Bestimmte Lebensmittel tragen aktiv dazu bei, das Scheidenmilieu gesund zu halten, indem sie die Schleimhäute mit wichtigen Nährstoffen versorgen, das hormonelle Gleichgewicht unterstützen und die vaginale Flora stärken. Insbesondere in Phasen hormoneller Umstellungen – wie in den Wechseljahren, nach der Geburt oder bei stressbedingtem Ungleichgewicht – kann die gezielte Auswahl von Lebensmitteln helfen, Trockenheit, Reizungen und Infektionen vorzubeugen.

Zu den wichtigsten Nahrungsmitteln, die ein gesundes Scheidenmilieu fördern, gehören ballaststoffreiche, fermentierte und nährstoffdichte Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese unterstützen den Erhalt eines stabilen pH-Werts im Intimbereich und fördern die Vermehrung nützlicher Milchsäurebakterien (Laktobazillen), die eine zentrale Rolle im Schutz vor Infektionen spielen.

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über empfehlenswerte Lebensmittel und ihre spezifische Wirkung auf das Scheidenmilieu:

Lebensmittelgruppe

Beispiele

Wirkung auf das Scheidenmilieu

Fermentierte Produkte

Joghurt mit aktiven Kulturen, Kefir, Sauerkraut

Fördern eine stabile Scheidenflora durch Milchsäurebakterien

Phytoöstrogenhaltige Lebensmittel

Sojaprodukte, Leinsamen, Kichererbsen

Unterstützen den Östrogenspiegel und damit die Schleimhautgesundheit

Omega-3-Fettsäuren

Leinöl, Chiasamen, fetter Fisch

Verbessern die Elastizität und Feuchtigkeitsversorgung der Schleimhäute

Vitamin-E-reiche Nahrungsmittel

Nüsse, Samen, pflanzliche Öle

Schützen die Schleimhäute vor Austrocknung und freien Radikalen

Hydrierende Lebensmittel

Gurken, Melonen, Zucchini

Unterstützen die Feuchtigkeitsversorgung des Gewebes

Vitamin-A-Quellen

Karotten, Süßkartoffeln, Spinat

Regenerieren die Schleimhaut und fördern die Zellbildung

Zinkreiche Lebensmittel

Kürbiskerne, Haferflocken, Linsen

Unterstützen das Immunsystem der Schleimhaut

Wasser

Still oder leicht mineralisiert

Essenziell für eine gute Durchfeuchtung der Vaginalschleimhaut

Eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte und möglichst naturbelassene Ernährung ist die Grundlage für ein stabiles Scheidenmilieu. Gleichzeitig sollte auf übermäßigen Zucker, Alkohol, Weißmehlprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel verzichtet werden, da sie die gesunde Flora der Vagina aus dem Gleichgewicht bringen können. Besonders hilfreich kann es sein, fermentierte Lebensmittel täglich in den Speiseplan zu integrieren und ausreichend zu trinken – mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag.

Können Omega-3-Fettsäuren Scheidentrockenheit lindern?

Ja, Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen, die Beschwerden bei Scheidentrockenheit zu lindern. Diese essentiellen Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle bei der Zellmembranstabilität, der Regulation entzündlicher Prozesse und der Durchfeuchtung von Schleimhäuten – einschließlich der Vaginalschleimhaut. Durch ihre entzündungshemmende Wirkung tragen Omega-3-Fettsäuren dazu bei, Reizungen und Mikroentzündungen im Intimbereich zu reduzieren, was insbesondere bei empfindlicher, trockener Vaginalhaut von Vorteil ist.

Scheidentrockenheit vorbeugen Ernährung Omega 3Frauen, die unter vaginaler Trockenheit leiden – etwa aufgrund hormoneller Veränderungen in den Wechseljahren, Stillzeit oder unter antihormoneller Therapie – profitieren von einer regelmäßigen Zufuhr dieser Fettsäuren über die Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Feuchtigkeitsregulation im Gewebe, verbessern die Elastizität der Schleimhäute und fördern die Regeneration der vaginalen Epithelschicht.

Die wichtigsten Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind:

Lebensmittel

Omega-3-Fettsäuregehalt und Wirkung

Leinöl

Besonders reich an Alpha-Linolensäure (ALA), verbessert die Zellstruktur

Chiasamen

Liefert pflanzliches Omega-3, unterstützt Schleimhautelastizität

Walnüsse

Enthalten ALA, stärken das Immunsystem der Schleimhäute

Fetter Seefisch

(z. B. Lachs, Makrele, Hering) liefert EPA/DHA, wirkt entzündungshemmend

Algenöl

Pflanzliche Quelle für DHA – ideal für Vegetarier und Veganer


Welche Rolle spielt die Flüssigkeitszufuhr bei vaginaler Trockenheit?

Die ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung und Linderung von vaginaler Trockenheit. Der menschliche Körper besteht zu etwa 60 % aus Wasser – und jede Körperzelle, einschließlich der Zellen der Vaginalschleimhaut, ist auf eine kontinuierliche Versorgung mit Flüssigkeit angewiesen. Ein Mangel an Wasser kann zu einer generellen Austrocknung der Schleimhäute führen, was sich besonders im Intimbereich durch Trockenheit, Juckreiz und Brennen bemerkbar macht.

Die Vaginalschleimhaut besitzt eine natürliche Feuchtigkeitsschicht, die zum Schutz vor Reizungen, Infektionen und mechanischer Belastung dient – etwa beim Geschlechtsverkehr. Ist die Flüssigkeitszufuhr unzureichend, kann diese Schutzschicht nicht mehr in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Das Risiko für Mikroverletzungen, Infektionen (z. B. Scheidenpilz, bakterielle Vaginose) und Schmerzen beim Intimkontakt steigt deutlich an.

Darüber hinaus unterstützt eine optimale Hydratation auch die Durchblutung des Beckenbereichs und begünstigt die Nährstoffversorgung des vaginalen Gewebes. Dies ist besonders relevant in Phasen hormoneller Veränderungen – etwa in den Wechseljahren, während der Stillzeit oder unter hormonblockierender Therapie – in denen die natürliche Lubrikation ohnehin eingeschränkt ist.

Empfehlung zur Flüssigkeitszufuhr bei Scheidentrockenheit:

Maßnahme

Wirkung auf das Scheidenmilieu

Tägliche Wasserzufuhr

1,5–2 Liter täglich fördern die Schleimhautdurchfeuchtung

Kräutertees (z. B. Salbei)

Lindern Reizungen, wirken leicht entzündungshemmend

Vermeidung von Alkohol

Alkohol wirkt entwässernd und kann die Trockenheit verstärken

Reduzierung koffeinhaltiger Getränke

Zu viel Koffein kann harntreibend wirken und die Schleimhaut zusätzlich austrocknen

 Wie wirken sich Zucker und Weißmehl auf die Vaginalschleimhaut aus?

Ein übermäßiger Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Weißmehlprodukten kann sich negativ auf die Vaginalschleimhaut und das Scheidenmilieu auswirken. Diese Lebensmittel fördern nicht nur Entzündungsprozesse im Körper, sondern können auch das Gleichgewicht der Scheidenflora empfindlich stören. Eine unausgewogene Ernährung mit hohem glykämischem Index beeinflusst den Blutzuckerspiegel – und damit indirekt auch das Risiko für vaginale Beschwerden wie Scheidentrockenheit, Infektionen und Reizungen.

Zuckerreiche Nahrung begünstigt die Vermehrung von Hefepilzen, insbesondere Candida albicans, die in geringen Mengen zwar zur normalen Vaginalflora gehören, sich jedoch bei gestörtem Gleichgewicht schnell ausbreiten können. Dies kann zu wiederkehrenden Pilzinfektionen führen, die nicht nur Juckreiz und Brennen verursachen, sondern auch die Schleimhaut langfristig schwächen. Weißmehlprodukte wie helles Brot, Gebäck und Pasta haben ähnliche Auswirkungen, da sie im Körper rasch in Zucker umgewandelt werden und damit denselben Effekt auf das Mikrobiom entfalten.

Ein instabiles Scheidenmilieu infolge ungünstiger Ernährung ist zudem anfälliger für bakterielle Infektionen und zeigt sich häufig durch Symptome wie Ausfluss, unangenehmer Geruch, Juckreiz oder Brennen. Auch die natürliche Lubrikation, also die Feuchtigkeitsbildung der Scheide, kann durch chronisch erhöhte Blutzuckerwerte beeinträchtigt werden, insbesondere bei bestehender Insulinresistenz oder Diabetes mellitus.

Einfluss von Zucker und Weißmehl auf die Vaginalschleimhaut:

Ernährungskomponente

Mögliche Auswirkungen auf die Scheidenflora

Zuckerreiche Produkte

Fördern das Wachstum von Hefepilzen (Candida albicans)

Weißmehlprodukte

Verursachen Blutzuckerspitzen, begünstigen Dysbiose

Zucker-Kohlenhydrat-Kombis

Belasten den Stoffwechsel, erhöhen das Infektionsrisiko

Dauerhaft hoher Zuckerkonsum

Reduziert die Barrierefunktion der Schleimhaut

 Können bestimmte Vitamine gegen Scheidentrockenheit helfen?

Ja, bestimmte Vitamine können nachweislich zur Linderung von Scheidentrockenheit beitragen, indem sie die Schleimhautregeneration fördern, antioxidativ wirken oder das hormonelle Gleichgewicht positiv beeinflussen. Eine ausgewogene Vitaminzufuhr ist entscheidend für die Gesundheit der Vaginalschleimhaut, da sie eng mit dem Hautstoffwechsel, dem Immunsystem und dem Feuchtigkeitsgehalt des Gewebes verknüpft ist.

Vitamin

Wirkung auf die Vaginalschleimhaut

Vitamin E

Wirkt antioxidativ, schützt die Schleimhäute vor oxidativem Stress und fördert deren Elastizität

Vitamin A

Unterstützt die Regeneration von Schleimhäuten und erhält die Integrität des Epithels

Vitamin D

Reguliert Immunprozesse, stärkt die Barrierefunktion und kann hormonell bedingte Trockenheit mildern

Vitamin C

Stärkt die Kollagenstruktur der Schleimhäute, wirkt entzündungshemmend

B-Vitamine

Besonders B6 und B12 unterstützen den Hormonstoffwechsel und die Zellteilung

Ein Mangel an diesen Mikronährstoffen kann die Schleimhäute anfälliger für Reizungen und Infektionen machen und die Symptome einer Scheidentrockenheit verstärken. Frauen in den Wechseljahren oder unter hormonblockierender Therapie (z. B. bei Brustkrebspatientinnen) sind besonders häufig betroffen und sollten daher auf eine vitaminreiche Ernährung achten oder gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel in Absprache mit ihrer Ärztin einnehmen.

Welche Ernährung ist empfehlenswert in den Wechseljahren bei Trockenheit?

In den Wechseljahren ist eine ausgewogene, entzündungshemmende und hormonfreundliche Ernährung besonders wichtig, um Scheidentrockenheit vorzubeugen oder zu lindern. Durch den natürlichen Rückgang des Östrogenspiegels verändert sich das Scheidenmilieu – die Schleimhäute werden dünner, trockener und empfindlicher. Eine gezielte Ernährung kann diesen Veränderungen entgegenwirken und den Feuchtigkeitshaushalt der Vaginalschleimhaut unterstützen.

Empfohlene Ernährung bei vaginaler Trockenheit in den Wechseljahren:

Lebensmittelgruppe

Empfohlene Lebensmittel

Wirkung

Phytoöstrogen-reich

Sojaprodukte (Tofu, Tempeh), Leinsamen, Kichererbsen, Linsen

Pflanzenstoffe mit östrogenähnlicher Wirkung, unterstützen hormonelles Gleichgewicht

Omega-3-Fettsäuren

Leinöl, Walnüsse, fetter Fisch (z. B. Lachs, Makrele)

Wirken entzündungshemmend, unterstützen die Elastizität und Feuchtigkeit der Schleimhäute

Vitaminreiche Kost

Grünes Blattgemüse, Beeren, Paprika, Brokkoli, Karotten

Enthalten wichtige Vitamine (z. B. A, C, E), die die Schleimhautregeneration fördern

Zink- und selenhaltig

Paranüsse, Kürbiskerne, Vollkornprodukte

Wichtige Spurenelemente zur Unterstützung des Immunsystems und der Schleimhautintegrität

Flüssigkeitszufuhr

Wasser, ungesüßter Kräutertee

Notwendig für die Hydratation der Schleimhäute

Probiotika und Präbiotika

Naturjoghurt, fermentiertes Gemüse, Chicorée, Topinambur

Fördern die gesunde Darm- und Scheidenflora durch Milchsäurebakterien

Zu vermeiden sind hingegen: stark verarbeitete Lebensmittel, raffinierter Zucker, Alkohol und übermäßiger Koffein – sie wirken entzündungsfördernd, können den pH-Wert negativ beeinflussen und die Scheidenflora zusätzlich schwächen.

Ist eine basenüberschüssige Ernährung hilfreich bei vaginaler Trockenheit?

Ja, eine basenüberschüssige Ernährung kann unterstützend bei Scheidentrockenheit wirken, da sie zur Reduktion von chronischen Entzündungen, zur Stabilisierung des pH-Wertes im Körper sowie zur besseren Versorgung der Schleimhäute beiträgt.

Scheidentrockenheit vorbeugen Ernährung Gemüse

Zwar wird der pH-Wert der Scheide lokal durch Milchsäurebakterien reguliert, dennoch beeinflusst der Säure-Basen-Haushalt des gesamten Körpers auch die Versorgung und Regeneration der Vaginalschleimhaut. Eine säurelastige Ernährung mit viel Zucker, Fleisch, Weißmehl und verarbeiteten Lebensmitteln kann den Organismus belasten, die Durchblutung verschlechtern und Entzündungsprozesse fördern – Faktoren, die sich negativ auf die Vaginalgesundheit auswirken können.

Ziel einer basenüberschüssigen Ernährung ist es, dem Körper über den Tag verteilt mehr basenbildende als säurebildende Lebensmittel zuzuführen. Dabei wird auf eine hohe Zufuhr von frischem Gemüse, Salat, Kräutern, Sprossen und basischem Obst geachtet – ergänzt durch maßvoll integrierte, hochwertige Eiweißquellen und komplexe Kohlenhydrate.

Empfohlen

Begründung

Grünes Gemüse, Kartoffeln, Salate

Reich an Mineralien, fördern basisches Milieu und Schleimhautregeneration

Zitronen, Beeren, reife Bananen

Obwohl säuerlich im Geschmack, wirken sie basenbildend im Stoffwechsel

Kräutertees, stilles Wasser

Unterstützen Hydratation und Entsäuerung

Keimlinge und Sprossen

Vitalstoffreich, fördern Zellregeneration

Reduzierte Tierprodukte, wenig Zucker

Entlastung der Stoffwechselorgane, weniger entzündungsfördernde Reize

Welche probiotischen Lebensmittel unterstützen die Scheidenflora?

Probiotische Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit – und indirekt auch für die Scheidenflora. Denn zwischen Darm und Vagina besteht eine enge Verbindung: Viele Bakterienarten, insbesondere Laktobazillen, die für ein gesundes Scheidenmilieu sorgen, stammen ursprünglich aus dem Darm. Eine probiotikareiche Ernährung kann daher dazu beitragen, die Besiedelung der Vagina mit nützlichen Milchsäurebakterien zu unterstützen, den Scheiden-pH-Wert stabil zu halten und Scheidentrockenheit oder Infektionen entgegenzuwirken.

Lebensmittel

Wirkung auf die Scheidenflora

Naturjoghurt (ungesüßt)

Enthält lebende Laktobazillen, stärkt Darm- und indirekt Vaginalflora

Kefir

Reich an Milchsäurebakterien und Hefen, unterstützt das mikrobielle Gleichgewicht

Sauerkraut (roh)

Natürlich fermentiert, liefert vielfältige probiotische Kulturen

Kimchi

Fermentiertes Gemüse mit aktiven Kulturen, wirkt antientzündlich

Miso

Japanische Sojapaste, fermentiert – gut für Verdauung und Immunfunktion

Kombucha

Fermentierter Tee mit Bakterien und Hefen, kann den pH-Wert positiv beeinflussen

Tempeh

Fermentiertes Sojaprodukt, unterstützt durch Ballaststoffe die Darmflora

Buttermilch

Natürliches probiotisches Getränk, fördert Milchsäurebakterien im Körper

Welche Ernährungsfehler begünstigen eine trockene Scheide?

Ernährungsfehler können die Scheidenfeuchtigkeit erheblich beeinflussen, da sie sich auf den Hormonhaushalt, das Immunsystem und die Zusammensetzung der Vaginalflora auswirken. Besonders bei Östrogenmangel in den Wechseljahren oder bei chronischer Scheidentrockenheit ist eine ausgewogene Ernährung entscheidend. Ungünstige Lebensmittelkombinationen, Mangel an Mikronährstoffen oder übermäßiger Konsum bestimmter Substanzen können das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht bringen.

Tabelle: Häufige Ernährungsfehler und ihre Wirkung auf die Scheidenfeuchtigkeit

Ernährungsfehler

Auswirkungen auf die Scheide

Zu viel Zucker und Weißmehl

Fördern das Wachstum von Candida-Pilzen, stören die Darmflora und das vaginale Mikrobiom

Zu geringe Flüssigkeitszufuhr

Trocknet Schleimhäute aus – auch die Vaginalschleimhaut

Mangel an Omega-3-Fettsäuren

Beeinträchtigt die Zellmembranstabilität, was die Elastizität und Feuchtigkeit verringern kann

Zu wenig Ballaststoffe

Führt zu Darmdysbiose, was sich negativ auf die Scheidenflora auswirkt

Übermäßiger Koffein- oder Alkoholkonsum

Wirkt entwässernd, reizt die Schleimhäute und verstärkt Trockenheit

Stark verarbeitete Lebensmittel

Enthalten oft Zusatzstoffe, die den Hormonhaushalt und die Mikrobiota stören

Diäten mit zu wenig gesunden Fetten

Reduzieren die körpereigene Hormonproduktion, was den Östrogenspiegel senken kann

Chronischer Nährstoffmangel

Mangel an Zink, Vitamin D, B-Vitaminen oder Magnesium schwächt Schleimhaut und Immunbarrieren

Wer unter Scheidentrockenheit leidet, sollte besonders auf eine hormonfreundliche und entzündungshemmende Ernährung achten. Eine ausreichende Versorgung mit Wasser, guten Fettsäuren, probiotischen Lebensmitteln und nährstoffreicher Kost kann das Scheidenmilieu stabilisieren. Unterstützend wirken lokal angewendete Präparate wie CANNEFF® Vaginalzäpfchen mit CBD und Hyaluronsäure, die gezielt zur Feuchtigkeitsregulation und Schleimhautpflege beitragen.

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Philip Schmiedhofer, MSc

Philip Schmiedhofer, MSc

Medizintechniker & Neurowissenschafter

Philip ist Geschäftsführer und Mitgründer der cannmedic GmbH. Mit einem Studium der Medizintechnik und Molekularbiologie, spezialisiert auf Neurowissenschaften und dem Fokus auf Cannabinoide, gilt er als anerkannter Experte für die Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin. Als Medizinprodukteberater leitet er den Vertrieb von cannmedic und bietet spezialisierte Beratung für medizinische Fachkreise. Seine Expertise umfasst die Entwicklung und den Vertrieb von Cannabinoid-basierten Produkten. Im Bereich Forschung beteiligt er sich an bedeutender Grundlagenforschung am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Als Mitgründer und aktueller Geschäftsführer der cannhelp GmbH, einem Vorreiter im CBD-Sektor, verfügt er über langjährige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus unterhält er ein weitreichendes Netzwerk in der Branche und berät international agierende Unternehmen im Bereich medizinischer Cannabinoide.