Warum kann PMS Sodbrennen verursachen?
Während der zweiten Zyklushälfte schwanken die Hormonspiegel stark, was nicht nur die Stimmung und das Schmerzempfinden beeinflusst, sondern auch die Verdauung. Progesteron, das nach dem Eisprung ansteigt, entspannt die glatte Muskulatur – auch den Schließmuskel der Speiseröhre. Diese Entspannung kann dazu führen, dass Magensäure leichter in die Speiseröhre aufsteigt und Sodbrennen verursacht. Gleichzeitig kann ein hoher Progesteronspiegel die Verdauung verlangsamen, wodurch sich der Magen langsamer entleert und Druck auf das Zwerchfell entsteht. In Kombination mit Wassereinlagerungen und Blähungen verstärkt dies das unangenehme Brennen hinter dem Brustbein, das viele Frauen vor der Periode verspüren.
Hormon |
Auswirkung auf den Magen |
Veränderung vor der Periode |
Progesteron |
Entspannt den Schließmuskel der Speiseröhre |
Sinkt abrupt, was Sodbrennen verstärken kann |
Östrogen |
Reguliert Verdauung und Magensäureproduktion |
Schwankt stark, beeinflusst Magensäure |
Cortisol |
Erhöht Stressanfälligkeit und kann Sodbrennen fördern |
Steigt durch PMS-bedingten Stress an |
Hormonelle Veränderungen und Verdauung: Wie PMS Sodbrennen auslöst
Neben der Wirkung auf den Schließmuskel der Speiseröhre beeinflussen hormonelle Schwankungen auch die Produktion der Magensäure. Ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron kann dazu führen, dass entweder zu viel oder zu wenig Magensäure produziert wird. Ein Magensäuremangel kann paradoxerweise ebenfalls zu Sodbrennen führen, da der Mageninhalt nicht richtig verdaut wird und Gärungsgase entstehen, die den Druck auf den Magen erhöhen. Dies kann das unangenehme Brennen hinter dem Brustbein verstärken.
Zudem spielt Stress eine entscheidende Rolle. Der Körper schüttet in der zweiten Zyklushälfte vermehrt Cortisol aus, was die Magensäureproduktion zusätzlich anregt und die Verdauung verlangsamt. Frauen mit PMS erleben häufig eine gesteigerte Sensibilität gegenüber Stressoren, wodurch Sodbrennen intensiver wahrgenommen wird.
PMS oder Refluxkrankheit? So erkennen Sie den Unterschied
Sodbrennen kann sowohl ein typisches PMS-Symptom sein als auch auf eine chronische Refluxkrankheit (GERD) hinweisen. Entscheidend für die Unterscheidung sind Dauer, Häufigkeit und Begleitsymptome.
Merkmal |
PMS-Sodbrennen |
Refluxkrankheit (GERD) |
Zeitpunkt |
Kurz vor der Periode, verschwindet danach |
Tritt unabhängig vom Zyklus auf |
Dauer |
Meist nur für wenige Tage |
Häufig über Wochen oder Monate |
Begleiterscheinungen |
Blähungen, Wassereinlagerungen, Übelkeit |
Husten, chronischer Reizhusten, Heiserkeit |
Auslöser |
Hormonelle Schwankungen |
Fettes Essen, Alkohol, Rauchen |
Wenn Sodbrennen regelmäßig unabhängig vom Zyklus auftritt oder mit nächtlichem Reflux, chronischem Husten oder Heiserkeit verbunden ist, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Was hilft gegen Sodbrennen vor der Periode?
Um PMS-bedingtes Sodbrennen zu lindern, gibt es verschiedene Maßnahmen:
- Kleinere Mahlzeiten essen: Verhindert, dass der Magen überlastet wird.
- Auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten: Reduziert den Druck auf den Magen.
- Leichte Bewegung nach dem Essen: Fördert die Magenentleerung.
- Körperhaltung beachten: Beim Schlafen leicht erhöht liegen, um den Rückfluss von Magen
- CANNEFF® Vaginalzäpfchen anwenden: Unterstützt die Entspannung der Muskulatur und kann das allgemeine Wohlbefinden während PMS verbessern.
Welche Lebensmittel verschlimmern PMS-bedingtes Sodbrennen?
Einige Nahrungsmittel fördern die Produktion von Magensäure oder entspannen den Schließmuskel der Speiseröhre, was das Sodbrennen verstärken kann.
Lebensmittel |
Wirkung auf Sodbrennen |
Kaffee & Alkohol |
Reizen die Magenschleimhaut und erhöhen die Säureproduktion |
Fette Speisen |
Verzögern die Magenentleerung und erhöhen den Druck |
Zitrusfrüchte |
Erhöhen die Magensäureproduktion durch ihren Säuregehalt |
Schokolade |
Entspannt den Speiseröhren-Schließmuskel |
Kohlensäurehaltige Getränke |
Fördern Blähungen und erhöhen den Magendruck |
Eine magenfreundliche Ernährung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln, viel Gemüse und basischen Nahrungsmitteln kann dagegen helfen.
Warum treten PMS-Sodbrennen und Blähungen oft gemeinsam auf?
Während der zweiten Zyklushälfte kann Progesteron die Verdauung verlangsamen, was nicht nur Sodbrennen, sondern auch Blähungen und Völlegefühl fördert. Durch die verlangsamte Darmbewegung verbleiben Lebensmittel länger im Verdauungstrakt, wodurch sich Gase ansammeln. Gleichzeitig können Wassereinlagerungen im Gewebe dazu führen, dass sich der Bauch geschwollen und unangenehm voll anfühlt. Diese Kombination kann den Druck auf den Magen erhöhen und das Sodbrennen verstärken.
PMS-Sodbrennen natürlich lindern: Tipps und Hausmittel
Es gibt verschiedene natürliche Methoden, um PMS-Sodbrennen zu reduzieren:
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Ingwertee: Beruhigt den Magen und fördert die Verdauung.
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Fenchel- oder Kamillentee: Wirkt entzündungshemmend und entspannt die Magenschleimhaut.
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Heilerde: Bindet überschüssige Magensäure.
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Leinsamen oder Flohsamenschalen: Schützen die Magenschleimhaut und regulieren die Verdauung.
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CANNEFF® Vaginalzäpfchen: Unterstützen das allgemeine Wohlbefinden und können PMS-Symptome lindern.
Gibt es Medikamente gegen PMS-bedingtes Sodbrennen?
Wenn natürliche Maßnahmen nicht ausreichen, können folgende Medikamente helfen:
Medikamentengruppe |
Wirkung |
Antazida |
Neutralisieren Magensäure (z. B. Rennie, Maaloxan) |
H2-Blocker |
Reduzieren die Säureproduktion (z. B. Ranitidin) |
Protonenpumpenhemmer (PPI) |
Hemmen die Magensäureproduktion langfristig (z. B. Pantoprazol) |
Bei gelegentlichem Sodbrennen reichen Antazida oft aus, während chronische Beschwerden mit PPI behandelt werden sollten.
Wie beeinflusst Stress das Sodbrennen bei PMS?
Stress ist ein häufiger Verstärker von PMS-Symptomen und kann die Produktion von Magensäure erhöhen. Cortisol, das Stresshormon, fördert eine gesteigerte Magensäureausschüttung und kann die Magenschleimhaut empfindlicher machen. Zudem führt Stress oft zu ungesunden Ernährungsgewohnheiten wie fettigem Essen oder übermäßigem Kaffeekonsum, was Sodbrennen weiter verstärkt. Entspannungstechniken wie Yoga oder Achtsamkeitsübungen können helfen, PMS-Stress und damit auch Sodbrennen zu reduzieren.
Kann eine Ernährungsumstellung PMS-Sodbrennen reduzieren?
Eine gezielte Ernährung kann dazu beitragen, PMS-bedingtes Sodbrennen zu verringern. Empfehlenswert sind basische Lebensmittel, die die Magensäureproduktion ausgleichen, sowie leicht verdauliche Speisen, die die Verdauung nicht belasten.
Empfohlene Lebensmittel |
Wirkung |
Haferflocken |
Beruhigen den Magen |
Bananen |
Neutralisieren Magensäure |
Mandeln |
Können Säure binden |
Fenchel |
Wirkt krampflösend und beruhigt den Magen |
Durch eine bewusste Ernährung lassen sich Beschwerden oft deutlich reduzieren.