Wechseljahre Symptome Haarausfall

Haarausfall ist bei Frauen in und nach den Wechseljahren keine Seltenheit. Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Frauen ab 50 Jahren betroffen ist, mit einem Anstieg auf bis zu 80 Prozent ab dem 60. Lebensjahr. Eine häufige Ursache für diesen Haarausfall ist das hormonelle Ungleichgewicht während der Wechseljahre, bekannt als hormonell bedingter Haarausfall oder hormonelle Alopezie. Der Haarverlust manifestiert sich typischerweise in der Scheitelregion, kann aber auch Stirn und Schläfen betreffen. Die Dauer und Ausprägung des Haarausfalls variieren, und psychische Belastungen wie ein verringertes Selbstwertgefühl sind häufige Begleiterscheinungen. Faktoren wie Alter und Übergewicht erhöhen das Risiko. Eine ausgewogene Ernährung, medizinische Behandlungen wie Hormonersatztherapie, Minoxidil oder PRP-Therapie sowie die Beratung durch Spezialisten können helfen, den Haarausfall zu minimieren und das Haarwachstum zu fördern.

Autor

Philip Schmiedhofer, MSc

Inhaltsverzeichnis

Ursachen und Symptome für den Haarausfall in den Wechseljahren

Plötzlicher starker Haarausfall ist bei Frauen in und nach den Wechseljahren keine Seltenheit.

Verschiedene Formen von Haarausfall in den Wechseljahren

Bei Frauen beginnt der Haarverlust typischerweise in der Scheitelregion, wo sich zunehmend lichte Stellen bilden.

Risikofaktoren für Haarausfall in den Wechseljahren

Forschende der renommierten Chulalongkorn University in Thailand untersuchten die Prävalenz von Haarausfall nach weiblichem Muster bei Frauen in der Postmenopause.

Maßnahmen gegen Haarausfall in den Wechseljahren

Haarausfall in den Wechseljahren kann für viele Frauen eine belastende Erfahrung sein.

Ursachen und Symptome für den Haarausfall in den Wechseljahren

Plötzlicher starker Haarausfall ist bei Frauen in und nach den Wechseljahren keine Seltenheit. Studien zeigen, dass etwas mehr als die Hälfte der Frauen ab 50 Jahren von Haarausfall betroffen ist. Ab dem 60. Lebensjahr steigt dieser Anteil sogar auf bis zu 80 Prozent. Eine häufige Ursache für diesen Haarausfall ist das hormonelle Ungleichgewicht während der Wechseljahre, auch bekannt als hormonell bedingter Haarausfall oder hormonelle Alopezie. In dem Blogpost zu Symptomen der Wechseljahre werden die häufigsten Beschwerden der verschiedenen Stadien der Wechseljahre näher erläutert.

Ursachen und Mechanismen

In den Wechseljahren produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen, was zu einem Überschuss an männlichen Sexualhormonen (Androgenen), wie Testosteron, führt. Dieses Ungleichgewicht stört den Haarzyklus, verkürzt die Wachstumsphase der Haare und führt somit zu vermehrtem Haarausfall. Während Männer dieses Problem schon länger kennen, ist es normal, dass auch Frauen mit zunehmendem Alter dünnes Haar bekommen.

Verlauf und Symptome

Der Haarausfall in den Wechseljahren zeigt sich besonders in der Postmenopause, etwa ein Jahr nach der letzten Monatsblutung. Vor allem die Scheitelpartie wird dann lichter. Obwohl es selten ist, dass Frauen eine vollständige Glatze entwickeln, kann der Haarverlust trotzdem beträchtlich sein. 

Dauer und Auswirkungen

Der Verlust von bis zu 100 Haaren pro Tag ist normal und kein Grund zur Sorge. Wenn jedoch deutlich mehr Haare ausfallen oder sich kahle Stellen bilden, ist das ein Zeichen für ernsthaften Haarausfall. Die Dauer des Haarausfalls in den Wechseljahren variiert stark: Er kann einige Wochen, mehrere Monate oder sogar Jahre anhalten. Nach Abschluss der hormonellen Veränderungen kann man in manchen Fällen das Haarwachstum wieder einsetzen. Haarausfall in den Wechseljahren ist weit verbreitet und oft auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen. Frauen, die von starkem Haarausfall betroffen sind, sollten sich medizinisch beraten lassen, um geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu finden und den Haarverlust zu minimieren.

Haarausfall Wechseljahre

Verschiedene Formen von Haarausfall in den Wechseljahren

Bei Frauen beginnt der Haarverlust typischerweise in der Scheitelregion, wo sich zunehmend lichte Stellen bilden. Darüber hinaus können die Haare im Stirn- oder Schläfenbereich dünner werden. Eine komplette Glatze ist bei Frauen jedoch selten; die seitlichen Längen bleiben meist erhalten.

Klassifikation des Haarausfalls

Der Haarausfall bei Frauen kann in verschiedene Typen eingeteilt werden:

Typ I: 

Kein bis geringes Zurückweichen der Haarlinie am Scheitel, das Haar dünnt langsam aus.

Typ II: 

Deutlich verringerte Haardichte, fortgeschrittenes Zurückweichen der Haarlinie am Scheitel.

Typ III: 

Die Kopfhaut scheint deutlich durch, der kahle Scheitelbereich betrifft den gesamten Oberkopf.

Weitere betroffene Regionen

Je nach genetischer Veranlagung können auch Augenbrauen und Wimpern dünner werden. Bei einigen Frauen führt die Hormonumstellung in den Wechseljahren hingegen zu einem vermehrten Wachstum von Gesichtsbehaarung, wie dem Entstehen eines Damenbartes. Der Haarverlust bei Frauen folgt bestimmten Mustern und betrifft hauptsächlich die Scheitelregion, Stirn und Schläfen. Eine komplette Glatze ist selten, und die seitlichen Längen bleiben meist erhalten. Die Einteilung in verschiedene Typen hilft, den Grad des Haarausfalls zu bestimmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Auch andere Körperbereiche wie Augenbrauen, Wimpern und Gesichtsbehaarung können von hormonellen Veränderungen betroffen sein.

Risikofaktoren für Haarausfall in den Wechseljahren

Forschende der renommierten Chulalongkorn University in Thailand untersuchten die Prävalenz von Haarausfall nach weiblichem Muster bei Frauen in der Postmenopause. Hierzu rekrutierte ein Team aus Gynäkologen und Dermatologen 178 gesunde Frauen im Alter von 50 bis 65 Jahren, die sich in der Postmenopause befinden.

Ergebnisse der Untersuchung

Häufigkeit: 

Bei rund 52,2 % der untersuchten Frauen fanden die Forschenden Anzeichen für Haarausfall.

Verteilung nach Haarausfall-Typen:

Etwa drei Viertel der betroffenen Frauen litten an Haarausfall vom Typ I.

Knapp ein Fünftel waren vom Typ II betroffen.

Etwa jede Zwanzigste litt an Haarausfall vom Typ III.

Psychische Auswirkungen: 

Rund 60 % der Betroffenen berichteten über ein verringertes Selbstwertgefühl, das stärker litt, je gravierender der Haarverlust war.

Einflussfaktoren: 

Der Haarausfall nahm mit dem Alter der Frauen zu. Ein weiterer statistisch signifikanter Faktor war Übergewicht, definiert als ein BMI über 25.

Weiterer Forschungsbedarf

Die Studie konnte keine eindeutigen Aussagen über den Einfluss von familiärer Vorbelastung, Sexualhormonen und dem Polyzystischen Ovarialsyndrom auf den weiblichen Haarausfall machen. Diesen Bereichen wollen die Forschenden in zukünftigen Studien weiter nachgehen. Die Untersuchung zeigt, dass Haarausfall in der Postmenopause ein weit verbreitetes Phänomen ist, das mit dem Alter und Übergewicht zunimmt. Gleichzeitig verdeutlicht sie die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die genauen Ursachen und zusätzlichen Risikofaktoren besser zu verstehen.

Maßnahmen gegen Haarausfall in den Wechseljahren

Haarausfall in den Wechseljahren kann für viele Frauen eine belastende Erfahrung sein. Ärztinnen und Ärzte bieten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an, die individuell unterschiedlich wirken können.

Hormonersatztherapie (HRT)

Eine Hormonersatztherapie kann bei einigen Frauen die Beschwerden der Wechseljahre, einschließlich Haarausfall, lindern. Durch die Regulierung des Hormonspiegels kann HRT das Haarwachstum unterstützen.

Nahrungsergänzungsmittel

Die Einnahme von Spurenelementen wie Selen, Zink, Eisen und Vitamin B12 kann eine hormonelle Therapie ergänzen und möglicherweise den Haarausfall reduzieren.

Minoxidil

Bei anhaltendem Haarausfall kann Minoxidil angewendet werden. Dieser Wirkstoff verbessert möglicherweise die Durchblutung der Kopfhaut, was das Haarwachstum fördern kann. Eine Nebenwirkung könnte jedoch vermehrter Haarwuchs an unerwünschten Stellen sein.

Haartransplantation und PRP-Therapie

Wenn Ihr Eigenhaar nicht mehr wächst, ist es ratsam, einen Spezialisten für Haarausfall und Haartransplantationen aufzusuchen. Diese Experten bieten umfassende Beratung und Behandlungsmöglichkeiten, die über Haartransplantationen hinausgehen und sich auf die Regeneration des Eigenhaars konzentrieren.

Eine bewährte Methode ist die Eigenblut-Plasma-Therapie, auch bekannt als PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma). Diese Therapie gilt als die effektivste Behandlungsform für Haarausfall bei Frauen. In etwa 90 % der Fälle kann der Haarausfall gestoppt werden. Zudem erholen sich die erkrankten Haarfollikel bei jeder zweiten Patientin.

Die regenerative und revitalisierende Wirkung der PRP-Therapie führt nicht nur zu verstärktem Haarwachstum und mehr Haarvolumen, sondern trägt auch zur Regeneration der Haut und des subkutanen Fettgewebes bei. Diese umfassenden Effekte machen die PRP-Therapie zu einer wertvollen Option für Frauen, die unter Haarausfall leiden.

Ernährung und Nährstoffe

Eine ausgewogene Ernährung, reich an den Vitaminen C, B und A sowie den Mineralstoffen Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium und Calcium, ist essentiell für die Gesundheit der Haare. Diese Nährstoffe unterstützen zahlreiche Körperfunktionen, die für den Haarwuchs wichtig sind.

Hausmittel und pflanzliche Alternativen

Es gibt diverse Hausmittel und pflanzliche Alternativen, die den Haarausfall lindern können, auch wenn ihre Wirksamkeit wissenschaftlich oft nicht belegt ist. Diese sollten nur in Absprache mit Ärztinnen oder Ärzten und ergänzend zu herkömmlichen Therapien verwendet werden.

Einige pflanzliche Mittel umfassen:

Antioxidantien: 

Flavonoide in Äpfeln, Zimt, Kakao oder Trauben können das Haarwachstum unterstützen.

Koffein: 

Kann die Zellvermehrung und das Haarwachstum anregen.

Zwiebelsaft: 

Kann die Haarfollikel stimulieren und so den Haarausfall reduzieren.

Körpergewicht und Haarausfall

Ein gesundes Körpergewicht kann ebenfalls gegen Haarausfall helfen. Übergewichtige Frauen (BMI über 25) leiden statistisch häufiger an Haarausfall in der Postmenopause als normalgewichtige Frauen.

Fazit

Die Behandlung von Haarausfall in den Wechseljahren erfordert oft eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen, die individuell abgestimmt werden sollten. Eine ärztliche Beratung ist essentiell, um die geeignete Therapie zu finden und mögliche Nebenwirkungen zu minimieren. Lesen Sie hier mehr zu den häufigsten Beschwerden der verschiedenen Stadien der Wechseljahre im Blogpost zu Symptomen der Wechseljahre.

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Philip Schmiedhofer, MSc

Medizintechniker & Neurowissenschafter

Philip ist Geschäftsführer und Mitgründer der cannmedic GmbH. Mit einem Studium der Medizintechnik und Molekularbiologie, spezialisiert auf Neurowissenschaften und dem Fokus auf Cannabinoide, gilt er als anerkannter Experte für die Anwendung von Cannabinoiden in der Medizin. Als Medizinprodukteberater leitet er den Vertrieb von cannmedic und bietet spezialisierte Beratung für medizinische Fachkreise. Seine Expertise umfasst die Entwicklung und den Vertrieb von Cannabinoid-basierten Produkten. Im Bereich Forschung beteiligt er sich an bedeutender Grundlagenforschung am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Als Mitgründer und aktueller Geschäftsführer der cannhelp GmbH, einem Vorreiter im CBD-Sektor, verfügt er über langjährige unternehmerische Erfahrung. Darüber hinaus unterhält er ein weitreichendes Netzwerk in der Branche und berät international agierende Unternehmen im Bereich medizinischer Cannabinoide.