Porno, Pornographie und Sexfilme: Auswirkungen auf deine Sexualität

Das Betrachten von Pornos oder sexuellen Inhalten hat eine lange Tradition und ist in vielen Kulturen tief verwurzelt. Schon alte Höhlenmalereien zeigen Bilder mit sexuellen Handlungen und erzählen Geschichten über die Sexualpraktiken vergangener Zeiten. Das digitale Zeitalter hat den Zugang zu Pornographie aber radikal verändert. Das tatsächliche Messen der Menge ist schwierig, aber das Internet besteht nach Einschätzungen zu 10% aus Seiten, die in die Kategorie Pornographie und Erotik fallen. Die bekanntesten Seiten wie Livejasmin, PornHub oder Xvideos sind nur die Spitze des Eisbergs. 

Eines haben die Seiten aber mit allen anderen digitalen Medien gemeinsam und zwar kämpfen sie um unsere Aufmerksamkeit. Unser Gehirn ist in diesem Aspekt leicht auszutricksen, die Techniken beruhen auf bekannten Algorithmen und bauen im Fundament  auf unsere Neugier auf. Der Effekt auf unser Gehirn, das wiederholte Ausschütten von Dopamin, hält unsere Aufmerksamkeit möglichst lange aufrecht und bindet uns möglichst lange an den Bildschirm. Die Dopaminausschüttung führt dazu, dass wir wiederholte Reize brauchen, um uns erfüllt zu fühlen. So kann es zu einer starken Abhängigkeit kommen. 

Neben den Werbeeinnahmen und unseren Daten für die dahinterstehende Industrie, haben die Inhalte der Seiten eine starke Auswirkung auf unser Verhalten im Umgang mit der eigenen Sexualität. Dieser Blogpost befasst sich mit den Auswirkungen von regelmäßigem Pornokonsum auf das eigene Sexualleben.

Pornos anschauen. Was macht regelmäßiger Pornokonsum mit uns?

Pornos bzw. umgangssprachlich auch Erotikfilme, basieren in der Regel auf der Arbeit von professionellen Artisten, die mit Drehbuch und Filmkulisse versuchen eine für ihre Zielgruppe, meistens Männer, optimierte Version von Sex darzustellen. Dabei nutzen sie tief verwurzelte psychologische Aspekte wie z.B. das Ausüben von Kontrolle, der Mittelpunkt - die Penetration, oder das Zeigen starker Performance/Stärke in überschießenden Maße. Damit treffen sie die emotionalen Schwächen und Ängste (z.B. Leistungsdruck, Einsamkeit oder Angst vor Kontrollverlust) von Männern genau im Kern. Ein Großteil der Konsumenten von sexuellen Inhalten sind Männer und der Großteil der Inhalte ist von Männern für Männer entwickelt worden. Ein weiterer Trend, livecams, zielen darauf ab, den Konsumenten, meist Männer, Wünsche und Vorstellungen über die Webcam, bestmöglich zu erfüllen. Kapitalismus und die ungleiche Verteilung von Geld führen dazu, dass vorwiegend junge Frauen aus prekären Verhältnissen dieser Arbeit nachgehen. Plattformen wie Livejasmin sind mit Abstand die meistbesuchten Internetportale, die sexuelle Inhalte anbieten. Anders als bei Prostitution kommt es hierbei nicht zum tatsächlichen Geschlechtsverkehr / Sex. Die emotionale und psychische Komponente ist jedoch vorhanden und die angelernten Muster werden weiter verstärkt.

Das durchschnittliche Alter für den Start von Pornokonsum ist 11 Jahre. Damit übernehmen pornographische Inhalte einen dominanten Stellenwert in der Bildung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Sexualität. Das hat große Folgen auf die Sexualität, den Umgang mit dem Partner und die Kreativität, die eigene und gemeinsame Sexualität zu erleben und führen zu einer verzerrten Vorstellung, was normale sexuelle Interaktion eigentlich ausmacht.

Die Erziehung, die wir erleben, sowie die Gesellschaft, in der wir aufwachsen, führt in der Regel dazu, dass Männer weniger auf ihrer Gefühlsebene kommunizieren und somit auch das Thema Sexualität weniger auf dieser basiert. Frauen hingegen reden häufiger über ihre Gefühle, so auch die, die sie beim Ausleben der eigenen Sexualität erleben wollen. Ohne zu stigmatisieren, werden die Gefühle beim Sex, von Männern oft auf das Lustempfinden reduziert. Dabei ist die Verbundenheit und Geborgenheit, die sowohl Frauen als auch Männer beim Sex erleben können, auch ein für Männer tief gehegter Wunsch. Das konsumieren von Pornographie schafft in dieser verworrenen Situation für den Mann oft einen Ausgleich, wohingegen dieser für die Frau oft fehlt. In vielen Beziehungen kommt es leider auch aufgrund von übermäßigem Pornokonsum vom Partner, in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart zu Problemen im gemeinsamen Sexualleben. Meist sind es die Frauen, die darunter leiden. Es kommt zu unterschiedlichen Arten von Problemen und Auswirkungen rund um das Thema Sexualität, die wir unten weiter erläutern.

Pornokonsum

Welche Arten von Pornokonsum gibt es?

Laut wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema Pornographie und Pornokonsum wurden drei Arten von Porno-Konsumenten klassifiziert:

  1. Die “Freizeit-Konsumenten”, die den Großteil (drei Viertel der Befragten) ausmachen, jene, die manchmal Pornos konsumieren, aber keine negativen Auswirkungen auf ihr Sexualleben feststellen konnten.

Das verbleibende Viertel teilt sich in zwei ähnlich große Gruppen:

  1. Die “stark verzweifelten, aber nicht zwanghaften Konsumenten” und 
  1. Die “zwanghaften Konsumenten” 

Die gute Nachricht, ein Großteil der befragten Menschen, die Pornos in angemessener Dosis konsumieren, haben also keine oder minimale Auswirkungen in ihrem Sexualleben, und sind mitunter sogar zufriedener. Auch bei Pornos gilt anscheinend: “Die Dosis macht das Gift!”

Ein nicht unwesentlicher Teil von rund 25 % spüren starke Auswirkungen in ihrem Sexleben. Welche Auswirkungen das sind, wird im nächsten Absatz erklärt.

Welche Auswirkung kann zu viel Porno schauen auf unser Sexleben haben?

Die folgenden Auswirkungen treten oft im Zusammenhang mit übermäßigem Pornokonsum auf, können aber natürlich auch andere Ursachen haben. Folglich kommt es aufgrund des erhöhten Pornokonsums immer wieder zu Problemen in der Partnerschaft.

  1. Weniger Vorspiel aufgrund erhöhten Pornokonsum:
    Da bei einem Großteil der Pornofilme die Penetration in den Vordergrund gestellt wird, oder ein einseitiges Vorspiel durch orale Befriedigung des Mannes gezeigt wird, resultiert dies insgesamt in weniger Vorspiel beim Geschlechtsverkehr von Paaren. Das Vorspiel beim Sex hat aber eine hohe Bedeutung für einen für beide Seiten erfüllenden Sex. Bei Frauen führt ein gutes Vorspiel zu mehr Entspannung und besserer Fluidität der Scheide. Penetration bei zu trockener Scheide (Scheidentrockenheit) kann zu Schmerzen und Verletzungen der Scheide führen.

  2. Weniger Kreativität und verfestigte Abläufe wegen vermehrten Pornokonsum: Die nahezu immer wiederkehrenden Abläufe der in Pornofilmen dargestellten Szenen führen dazu, das unser Sex genauso eintönig wird, und als Resultat zu weniger Lust auf Sex führen kann. Wir unterdrücken dabei, unsere eigene Neugierde auszuleben und können somit gemeinsame Interessen und Vorlieben schwieriger identifizieren.
     
  3. Zusätzliche Sexualpraktiken durch erhöhten Pornokonsum:
    Verschiedene Sexualpraktiken sind im gemeinsamen Interesse etwas Gutes. Gibt es aber einseitiges Verlangen zu bestimmten Sexualpraktiken, weil diese in Pornos oft dargestellt werden, wie z.B. Analsex kann das zu Problemen führen. Analsex kann durchaus etwas Schönes sein, denn der After besitzt viele Nerven, die dabei stimuliert werden. Anders als in Pornofilmen dargestellt, sind die meisten Menschen nicht in der Lage, spontan und ohne Vorbereitung Analsex zu haben, ohne dabei Schmerzen, Ängste oder gar Verletzungen wie Fissuren am After (Analriss) zu erleiden. Viele Menschen, meistens Frauen, entschließen sich trotzdem dazu, ihrem Partner in diesem Aspekt zu gefallen und übergehen damit ihre eigenen Empfindungen. Problematisch ist auch eine überschießende Anwendung von angedeuteter Gewalt aufgrund übermäßigem Pornokonsum, z.B. Würgen, mit schwieriger Abgrenzung zu sexueller Gewalt.
  4. Errektionsprobleme und weniger Lust auf Sex durch vermehrtem Pornokonsum: Wenn die Erwartungen im Schlafzimmer nicht erfüllt werden, weil diese auf Vorstellungen und Vergleichen mit Pornos beruhen, kommt es zu Frust und verminderter Lust auf Sex. 

  5. Pornosucht: Auch wenn eine eigene medizinische Klassifikation hierfür noch fehlt, fällt sie derzeit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter "Internationalen Klassifikation der Krankheiten" (ICD-11) "Störung mit zwanghaftem sexuellen Verhalten”. Ungefähr drei Prozent der männlichen Bevölkerung in Deutschland scheinen davon betroffen zu sein. Ein direkter Einfluss auf die Struktur unseres Gehirns ist Gegenstand laufender Forschungsarbeiten.

  6. Weniger Sex als Resultat von erhöhtem Pornokonsum:
    Weniger Lust auf Sex bedeutet auch weniger Sex. Sehr schade, wenn es doch die schönste Sache der Welt sein könnte. Alle Statistiken dazu zeigen in dieselbe Richtung. Menschen haben weniger Sex als je zuvor. Natürlich sind die Gründe dafür weitreichend. Einer davon, aber auch der erhöhte Konsum von Pornos. Dies bringt nicht unwesentliche negative Auswirkungen auf die individuellen Personen wie z.B. weniger Zufriedenheit, weniger Bewegung, weniger Vitalität, schlechterer Hormonhaushalt, schlechtere Immunfunktion usw. als auch auf die Gesellschaft wie z.B. weniger Nachkommen und höhere Scheidungsraten.

  7. Schmerzhafter Sex aufgrund erhöhten Pornokonsum:
    Die dargestellten Szenen in pornographischen Inhalten spiegeln meist nicht die Realität wider. Das direkte Nachmachen der dargestellten Sexualpraktiken erfordert Vorbereitung, Entspannung und beidseitiges Interesse, ohne dabei Schmerzen und Verletzungen zu erleiden. Schmerzen beim Sex, sind wohl die unangenehmsten Auswirkungen mit möglichen Langzeitfolgen. Mehr dazu erfährst du auch in unserem Blogbeitrag zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Wie können CANNEFF CBD Zäpfchen bei Auswirkungen von erhöhtem Pornokonsum bzw. dem Ansehen von zu viel Pornos helfen?

Wie bereits in dem vorherigen Abschnitt erklärt, sind die Auswirkungen von erhöhtem Pornokonsum vielseitig. CANNEFF CBD Zäpfchen können den Pornokonsum direkt natürlich nicht beeinflussen. Vielmehr können sie bei einigen körperlichen Auswirkungen wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Scheidentrockenheit, Angst beim Sex, Verletzungen der Scheide, Analfissuren (Analrisse) helfen. Die spezielle Kombination aus Hyaluronsäure und CBD in Zäpfchenform unterstützt die Heilung von Verletzungen in der Scheiden- und Afterregion. CANNEFF VAG SUP CBD Vaginalzäpfchen tragen dazu bei, eine bessere Gleitfähigkeit in der Scheide zu erzielen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr zu reduzieren.  Aufgrund der erhöhten Durchblutung kann es zu einer beidseitig verbesserten Empfindung beim Einsatz von CANNEFF CBD Zäpfchen kommen, und dadurch auch dein Sexualleben verbessern. CANNEFF SUP Rektalzäpfchen mit CBD und Hyaluronsäure verbessern die Heilung bei Beschwerden am After, wie etwa Fissuren, Analrisse, Analfistel oder Hämorrhoiden und lindern Schmerzen, Jucken und Nässen bei Entzündungen im After und im Enddarm. Erfahren Sie außerdem, wie CBD dein Sexualleben verbessern kann.


Quellen:

https://www.welt.de/kmpkt/article162670007/Es-gibt-drei-Arten-von-Porno-Usern-nur-eine-ist-gesund.html

https://www.forbes.com/sites/julieruvolo/2011/09/07/how-much-of-the-internet-is-actually-for-porn/?sh=533402e75d16

https://de.wikipedia.org/wiki/Pornografie

https://www.psychologie.uzh.ch/de/bereiche/dev/lifespan/erleben/berichte/pornokonsum.html

https://www.derstandard.at/story/2000125259382/verborgene-sucht-was-exzessiver-pornokonsum-mit-unserer-psyche-macht

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/pornographie-als-massenphaenomen-wie-schaedlich-sind-pornos-16798590.html

https://www.wireltern.ch/artikel/was-macht-pornokonsum-mit-der-beziehung-1121

https://www.quarks.de/gesundheit/pornosucht-internet-sexsucht-pornografie-psychologie/

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Lassen-Pornos-Hirnkerne-schrumpfen-237463.html

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